Schreibstil: Fünf Zutaten, um überzeugende Blogbeiträge zu verfassen

Im Internet haben Sie nur wenige Sekunden Zeit, um Ihre Leser:innen zum Weiterlesen zu überzeugen. Wie also schaffen Sie es, in kurzer Zeit mit Ihrem Schreibstil zu überzeugen?

Sicher kennen Sie das. Sie quälen sich durch die Lektüre eines Texts und entreißen ihr letztendlich doch bloß eine magere Einsicht. Die gute Nachricht lautet jedoch: Sie können Ihren Leser:innen ein besseres Erlebnis bescheren. Und das ist gar nicht allzu schwer.
 
Leser:innenfreundliche Texte unterscheiden sich in einigen elementaren Punkten von mühseligen Texten. Sie laden die Lesenden zum Mit- und Weiterdenken ein, präsentieren kluge Argumente und halten dabei dennoch keinen Zeigefinger vor.
 

Fünf Zutaten für einen überzeugenden Schreibstil

1. Kennen Sie Ihre Leser:innenschaft

Die erste Zutat ist sogleich eine der Wichtigsten: Ihr Artikel sollte genau auf Ihre Leser:innen zugeschnitten sein. Stellen Sie sich beim Schreiben genau vor, für wen Sie schreiben und fragen Sie sich:

  • Welche Angebote helfen ihm oder ihr?
  • Warum ist er oder sie auf Ihrem Blog?
  • Welche Antworten sucht er oder sie?
  • Wie sieht deren Alltag aus?
  • Wie konsumieren sie Nachrichten
  •  

Erst nachdem Sie diese Fragen beantwortet haben und sich ein Bild dieser sogenannter Reader Persona gemacht haben, sollten Sie mit den Schreiben beginnen. So holen Sie Ihre Leser:innen genau dort ob, wo sie gerade stehen. Zudem zeigen Sie ihnen, dass Sie sie oder ihn genau verstehen und somit mit Ihren Artikeln helfen können.

Wenn Sie mehr zum Thema „Reader Persona“ lernen möchten, werfen Sie doch einen Blick in unseren Artikel Reader Persona: Für wen schreiben Sie?. Dort erfahren Sie unnter anderem, wie Sie in nur drei Schritten eine ausgeklügelte Reader Persona erstellen.
 
Leser:innenfreundliche Texte unterscheiden sich in einigen elementaren Punkten von mühseligen Texten. Sie laden die Lesenden zum Mit- und Weiterdenken ein, präsentieren kluge Argumente und halten dabei dennoch keinen Zeigefinger vor.

Je genauer Sie eingrenzen, für wen Sie schreiben, desto einfacher wird es Ihnen fallen, packende Blog-Artikel zu verfassen. Schließlich sollte Ihr Ziel lauten, dass Sie eine langfristige Sympathie und Vertrauen mit Ihren Lesenden aufbauen wollen, um so regelmäßige Klicks auf Ihrem Corporate-Blog zu erhalten.

Übrigens: Diese „Einfühlungsarbeit“ können Sie anschließend super nutzen, um Newsletter und Social-Media-Posts genau an diese Leser:innen zu richten.

Für wen schreiben Sie?
Für wen schreiben Sie?
2. Wählen Sie Ihre Worte mit Bedacht
 
Seien Sie bei der Wortwahl bedächtig. Fremdworte oder Fachtermini können das Verständnis erschweren und im schlimmsten Fall sogar Ihre Zielpersonen ausschließen. Wählen Sie also, wenn möglich, deutsche Entsprechungen für Fremdwörter oder greifen Sie auf bekannte Fremdwörter zurück.

Versuchen Sie zudem, sogenannte „Wortmonster“, also Worte mit zu vielen Silben zu vermeiden. So ist der „Beginn“ einfacher zu lesen als eine „Inangriffnahme“. Dasselbe gilt für zusammengesetzte Substantive. Hier helfen Bindestriche häufig, um Worte verständlicher zu machen. So werden Ihre Leser:innen eher über den Begriff „Amazonasmündung“ als über die „Amazonas-Mündung“ stolpern.

3. Vermeiden Sie zu lange Sätze
 
Zu lange Sätze sind das Grundübel komplizierter Artikel. Dies bedeutet keinesfalls, dass Sie nur noch abgehackte 3-Wort-Sätze verwenden sollten. Versuchen Sie aber, sich auf maximal zwei Informationseinheiten pro Satz zu beschränken. Denn Ihre Leser:innen benötigen die Chance, das Gelesene oder Gehörte zu verarbeiten, damit sie Ihnen gedanklich folgen können.

Leser:innen ohne Leseerfahrung können maximal 150 Zeichen im Kurzzeitgedächtnis behalten. Danach muss er oder sie eine Pause einlegen und im Text zurückgehen. Dies stört den Lesefluss. Versuchen Sie als Orientierung, keine Sätze mit mehr als 25 Worten in Ihren Text einzubauen.

Wenn Sie mehr zur perfekten Satzlänge erfahren möchten, so können wir Ihnen unseren Artikel Für Ihren Corporate Blog: Die optimale Satzlänge ans Herz legen.
4. Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Überschriften
 
Die Headline ist zwar der kürzeste Teil Ihres Blog-Beitrages. Das heißt aber nicht, dass sie zu kurz kommen darf. Formulieren Sie mehrere Versionen, bis Sie Ihren Favoriten für die Überschrift oder Zwischenüberschrift gefunden haben. Schließlich sind es, die Ihre Leser:innen auf Ihren Artikel aufmerksam machen.

Formulieren Sie nur einen Gedanken in der Headline aus. Und besonders wichtig: Erfüllen Sie auch, was Sie darin versprechen. Schließlich wollen Sie Ihre Leser:innen nicht mit leeren Versprechen enttäuschen.

5. Schreiben Sie aktiv statt passiv
 
Passivsätze kommen in der Politik und den Medien gerne zum Einsatz. Der Grund dafür ist, dass sie die handelnde Person verschleiern. Im Vergleich dazu zeigen Aktivsätze klar, wer handelt. So sorgen Sie für ein schnelleres Verständnis Ihres Satzes. Die aktive Formulierung sollte hier aus diesem Grund Ihre Berücksichtigung finden. Stopp, falsch! Die aktive Formulierung sollten Sie berücksichtigen!
 

Review vor der Veröffentlichung

Wenn Sie diese fünf Punkte befolgen, sind Sie auf dem richtigen Weg, die perfekten Texte für Ihren Corporate-Blog zu schreiben. Wir, im futureorg institut, diskutieren unsere Artikel übrigens im Team, bevor sie veröffentlicht werden. Schließlich sehen vier Augen mehr als zwei. So fallen beispielsweise zu lange Sätze eher auf, als wenn man den Text selber korrigiert. Auch geben wir uns gegenseitig regelmäßig Feedback, sodass wir aktiv an unserem Schreibstil arbeiten können.
 
Übrigens: Falls Sie noch mehr über das Verfassen von Blogbeiträgen lernen möchten, dann schauen Sie doch mal in die anderen Artikel auf unserem Blog rein. Den Artikel Reader Persona: Für wen schreiben Sie können wir Ihnen besonders empfehlen, wenn Sie ihre Blog-Beiträge noch mehr auf ihre Leser:innen zuschneiden wollen. (futureorg)
Share on email
Share on twitter
Share on google
Share on linkedin
Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

Xing / LinkedIn

Inhalt

Weißes Logo Futureorg Institut

Verwendung von Cookies

Um die Website optimal zu gestalten und fortlaufend weiterentwickeln zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.