Quellenrecherche: Die Internetrecherche mit Google

Eine Internetrecherche mit Google bietet oftmals tausende Ergebnisse im Bruchteil einer Sekunde an. Das kann schnell überfordern. Dieser Beitrag zeigt Ihnen fünf einfache Tipps, wie sie an die gesuchten Informationen kommen und welche Alternativen es zu Google gibt.

Sie möchten einen interessanten und fundierten Text verfassen, aber wissen noch zu wenig über das Themenfeld? Sie möchten effizient und prompt an den Gegenstand herangehen? Sie möchten erfahren, wo Sie am besten anfangen? Erfahren Sie hier hilfreiche Tipps: Wie sie überhaupt an die ersten Informationen kommen, über die Bewertung ihrer Validität, bis hin zum Finden der richtigen Suchmaschine.

1. Tipp: Besseres Suchen anhand von Operatoren

Um das ganze Potenzial der beliebtesten Suchmaschine Google völlig auszuschöpfen, sollten Sie bestimmte Operatoren verwenden. Durch Operatoren konkretisieren und spezifizieren Sie Suchanfragen. Anhand unterschiedlicher Begriffe oder Symbole lässt sich die Suchanfrage sofort eingrenzen. Die meisten Suchoperatoren sind leicht zu merken – es handelt sich schließlich um kurze Befehle, die schnell im Gedächtnis bleiben. Googles erweiterte Suche stellt sogar ein Formular zur Verfügung, bei welchem Sie lediglich Suchbegriffe in das passende Formularfeld eintragen.

Screenshot: Googles Erweiterte Such
Screenshot: Googles Erweiterte Suche

Hier ist eine kurze Übersicht über die wichtigsten Operatoren für das Recherchieren:

  • Phrasen (nach einer bestimmten Zeichenfolge suchen)
    Beispiel: „Alles Gute zum Geburtstag“
    Besteht ein Suchbegriff aus mehr als einem Wort, dann ist dieser Operator höchst sinnvoll. Auch dann, wenn Sie nach einem Zitat suchen möchten, ist der Operator nützlich. Durch die Anführungszeichen werden ähnliche Formulierungen ausgeschlossen.
  • „Joker“ – Beispiel: „Jemandem auf der * herumtanzen“
    Hier steht der Stern als Platzhalter für eine unbestimmte Anzahl an Zeichen oder Wörtern.
  • Und/Oder – Beispiele: „Computer und PC“Hier suchen Sie nach X und Y. Google bietet hier nur Suchergebnisse, die sich tatsächlich auf X und Y beziehen. Hinweis: Das gleiche Prinzip funktioniert auch mit den Operatoren „OR“ (oder) und „-“ (nicht: irrelevante Begriffe werden ausgeschlossen).

2. Tipp: Schnell erkennen, ob die Quelle verlässlich ist

Haben Sie einen Link oder eine Quelle über eine Suchmaschine gefunden, so gilt es herauszufinden, ob diese Quelle verlässlich ist. Gedruckte Bücher durchlaufen ein Lektorat und Korrektorat – bei Blogs oder Websites hingegen ist über die Sicherung der Qualität oft wenig bekannt. Daher stößt man zwar schnell auf gut recherchierte und hochwertige Artikel, ebenso schnell aber auch auf fehlerhafte Beiträge. Wie können Sie also die sogenannte „Spreu vom Weizen“ trennen? 

Handelt es sich um erfolgreiche Online-Ausgaben von Magazinen wie GEO.de oder Spiegel.de, können Sie durchaus ein Mindestmaß an Qualität erwarten. In solch einem Fall ist es relevanter, den Namen der Verfasserin oder des Verfassers ausfindig zu machen.

Schlägt Ihnen die Suchmaschine hingegen eher unbekannte Webseiten vor, sollten Sie diese zunächst gründlich inspizieren. Unser Tipp lautet: Rechtschreibfehler, reißerische Überschriften und grelle Farben sprechen nicht für Seriosität. Wird auf einem Blog von mehreren Autor:innen geschrieben, schauen Sie sich diese genau an. In den meisten Fällen finden Sie, wie auch hier, unter- oder oberhalb des Beitrags einen Namen samt Kurzbiografie. An der Ausbildung und Berufserfahrung können Sie schnell erkennen, ob die Person Expert:in auf dem jeweiligen Gebiet ist. 

 

3. Tipp: Präzision ist der Schlüssel

Die verwendete Suchmaschine kann noch so gut sein, ohne die richtige Fragestellung werden Sie dennoch keine passenden Ergebnisse finden. Denn: Je präziser die Suchanfrage, desto besser das Ergebnis. 

Nehmen wir mal an, dass Sie sich ein neues Paar Schuhe kaufen möchten. Suchen Sie beispielsweise nur nach dem Begriff „Turnschuh“, werden Sie von unbrauchbaren Ergebnissen überschüttet werden. Geben Sie jedoch zusätzlich die Begriffe „Damen“, „Sportschuhe“ und „kaufen“ ein, wird Ihre Suchanfrage gleich viel sinnvollere Ergebnisse liefern. 

 

4. Tipp: Speichern Sie die Ergebnisse

Haben Sie eine gute Quelle gefunden, dann speichern und verwalten Sie diese. Bei der nächsten Suche zu einem ähnlichen Thema können Sie sich ganz einfach auf Ihre Vorarbeit beziehen. Das spart kostbare Zeit.

Der einfachste Weg, um Quellen zu speichern, sind Bookmarks. Diese Lesezeichen können Sie direkt in Ihrem Standardbrowser setzen. Diese Methode hat jedoch auch einige Nachteile: Links lassen sich nur schwer weitergeben und der Wechsel zwischen Browsern funktioniert nur durch aufwändige Synchronisationen. 

Dabei hilft Social Bookmarking. Auf webbasierten Diensten, wie beispielsweise Google Bookmarks oder Diigo, können Sie Ihre Quellensammlung veröffentlichen und mit anderen Personen teilen. Gerade bei größeren Projekten, an denen mehrere Personen beteiligt sind, sind diese Sammlungen durchaus hilfreich.

Eine weitere Hilfe für das Speichern von Quellen sind sogenannte „Web-Notebooks“. Dort können Sie nicht nur Links speichern, sondern direkt auch die Inhalte der Websites. Sie sind somit inhalts- statt Link-orientiert. Auf dem Markt gibt es neben dem bekannten Google Notebook auch die Anbieter Evernote und Pocket – probieren Sie am besten selbst aus, welcher Dienst für Ihre Bedürfnisse am geeignetsten ist.

5. Tipp: Die richtige Suchmaschine wählen

Google steht mittlerweile oft als Synonym für den Begriff „Suchmaschine“. Viele sprechen sicherlich auch nicht mehr vom Recherchieren selbst, sondern „googeln“ etwas. Google ist jedoch keineswegs die einzige Suchmaschine auf dem Markt. Begrenzen Sie sich also nicht auf Google. Warum? Google personalisiert seine Suchergebnisse. Zudem hat jede Suchmaschine ihr eigenes Verzeichnis und ihre eigenen Algorithmen – Sie bekommen also überall unterschiedliche Ergebnisse geliefert.

Um eine nicht-personalisierte Suche durchzuführen, können Sie neutrale Suchdienste wie Startpage.com verwenden.

Suchen Sie nach einem sehr speziellen Thema, helfen oftmals themenbezogene Suchmaschinen. Die Website klug-suchen.de hilft Ihnen bei der Suche nach der richtigen Suchmaschine. Dort können Sie aus einer Liste von mehr als 1000 verschiedenen Diensten die für Sie und Ihr Thema passende Suchmaschine finden.

Wenn Sie mit Ihrer Suchanfrage gleichzeitig auch etwas Gutes für die Umwelt tun möchten, eignet sich die CO₂ -positive Suchmaschine Ecosia hervorragend. Durch Ihre Suche beziehungsweise den daraus resultierenden Werbeeinnahmen werden nämlich Bäume gepflanzt.

Bild: Andrew Coelho / unsplash
Ecosia pflanzt mit Ihrer Suchanfrage Bäume. (Bild: Andrew Coelho / unsplash)

Eine gute Recherche
ist das A und O

Eine gute Recherche ist unerlässlich. Wir hoffen, dass Sie mit unseren Tipps einen Schritt näher an die Informationen gekommen sind, die Sie suchen. Vielleicht können Sie ja ein paar Tipps sofort ausprobieren?
Und wenn Sie doch noch ein bisschen Hilfe benötigen: In unserem Beitrag Quellenrecherche: Die fünf wichtigsten Regeln erfahren Sie die fünf wichtigsten Regeln, die Sie bei der Quellenrecherche beachten sollten.

Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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