Multiplikatoren: Wie Sie durch Beiträge Aufmerksamkeit gewinnen

Guter Content verbreitet sich von ganz allein? Leider nicht! Denn Inhalte müssen aktiv distribuiert werden. Hilfreich ist, wenn einflussreiche Personen Ihre Beiträge teilen. Dieser Beitrag richtet sich an Unternehmensberater*innen, die einen Fachbeitrag schreiben – und dabei die Aufmerksamkeit von Multiplikatoren gewinnen möchten.

Bessere Inhalte = Mehr Leser*innen?

Wie schaffen es manche Blogger*innen und Content Creator*innen scheinbar aus dem Nichts zu erscheinen und innerhalb kürzester Zeit ein riesiges Publikum zu finden? Sind Sie genial und liefern sie bessere Inhalte, als sonst irgendjemand? Auch wenn das bei manchen den Anschein hat, reicht das noch lange nicht als Erklärung aus. Denn aus eigener Kraft heraus ein breites Publikum zu erreichen, benötigt sehr viel Arbeit und Zeit. Zeit, die Sie sicherlich für andere Dinge benötigen.

Für Menschen, die eigenen Content produzieren (beispielsweise Blogbeiträge), werden genau jene Auslöser benötigt: Sie brauchen die Auslöser einer “Epidemie”, um Erfolg haben zu können. Jene Auslöser, die eine große Reichweite haben und bei vielen Menschen etwas bewirken können. Was sich einfach anhört, erfordert eine gute Planung, Zeit – und vor allem Geduld.

Es gibt jedoch eine Strategie, die zu mehr Reichweite führt. Und diese nennt sich “Am Einfluss der anderen teilhaben”. Wenn Sie selbst noch keinen Einfluss oder keine große Reichweite haben, versuchen Sie, mit jemandem zu teilen, der dies bereits hat. Sie benötigen also Multiplikatoren, die Ihre Inhalte mit ihrem eigenen Publikum teilen.

Was sind Multiplikatoren?

Sogenannte Multiplikatoren sind im Grunde genommen nichts anderes als (Corporate) Influencer*innen. Sie sind Meinungsführer*innen in bestimmten Bereichen und verfügen dort über ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit. Sie geben Impulse, stoßen Trends an und beeinflussen Tausende von Menschen. Das sind vor allem Micro-Blogger*innen, die in den sozialen Netzwerken auf eine starke Followerbase blicken. Solche Multiplikatoren sind allerdings auch Journalist*innen. Sie sind immer auf der Suche nach interessanten Geschichten und Menschen.

Sieben Tipps, um die Aufmerksamkeit von Multiplikatoren zu erhalten

Wie gehen Sie am besten vor? Unsere sieben Tipps helfen Ihnen dabei.

1. Ihre Inhalte mit Emotionen füllen

Emotionale Beiträge überzeugen Kund*innen nicht bloß zu kurzfristigen Kaufentscheidungen. Sie bilden das Fundament für längerfristige Bindungen. Denn Emotionen prägen sich im Langzeitgedächtnis besser ein als Fakten. 

Prüfen Sie daher: welche Emotionen beinhaltet Ihre Geschichte? Geht es um den Aufstieg, den viele Manager*innen ausdauernd geschafft haben? Oder geht es um den Überlebenskampf, den viele Existenzen während der Corona-Krise führen mussten? Oder geht es um eine Auseinandersetzung mit  einem übermächtigen Gegner? Achten Sie also darauf, dass Ihre Beiträge Emotionen enthalten: Freude, Glück und Erfolg nach einem Weg der Entbehrung und des Kampfes. Genau jene Emotionen binden Leser*innen an Sie. Gleichzeitig überzeugen sie Ihre Leserschaft von Ihrer Person und Ihrem Können.

2. Die eigenen Sozialen Medien anpassen 

Die Business Netzwerke wie Xing und LinkedIn aber auch Twitter und Instagram bilden die Bühne, von der aus die Welt Sie sehen kann. Daher ist es wichtig, das richtige Medium zu wählen. Bringen Sie sich gerne in Diskussionen ein und sind schnell beim Tippen, dann empfiehlt sich Xing. Dort können Sie Ihre Themen und Blogbeiträge einer größeren Gruppe darbieten. Sind Sie eher der Individual-Netzwerker, dann ist LinkedIn die richtige Wahl. Dort geht es um den schrittweisen Aufbau von Beziehungen zu einzelnen Menschen. Sind Sie extrovertiert und haben keine Scheu, anderen einen Blick hinter den Kulissen Ihres Lebens zu gewähren, dann ist Instagram genau richtig. Eine Kombination aus mehreren Medien ist natürlich möglich. Empfehlenswert ist es aber, sich auf ein soziales Netzwerk zu konzentrieren, da ständig neue Funktionen hinzukommen. So eignen Sie sich fundiertes Wissen bei einem Medium an, statt viele Medien nur hinlänglich zu bedienen.

3. Optimale Kandidat*innen finden

Wer sind in Ihrer Branche oder Nische die wichtigsten Influencer*innen? Fertigen Sie der Übersichtlichkeit halber am besten eine Liste an, in der Sie die Kandidat*innen benennen und ihre Rolle oder Funktion angeben. 

Und wo finden Sie die möglichen Kandidat*innen? Sicher fallen Ihnen aus dem Kopf heraus schon mögliche Multiplikatoren ein, die sich in Ihrer Branche einen Namen gemacht haben. Prüfen Sie, ob Sie sich in Ihrem bevorzugten Netzwerk  engagieren. Sicherlich gibt es Top-Events Ihrer Branche oder Ihres Berufszweiges. Wer auf solchen Events einen Vortrag hält, blickt in den sozialen Medien häufig auf eine hohe Zahl an Anhängern. Eine weitere Möglichkeit ist die systematische Vorgehensweise über die Unternehmenshierarchie. Gibt es relevante Zielunternehmen oder Mitbewerber*innen, dann gehen Sie auf ihre Unternehmensseiten in den Sozialen Netzwerken. Nicht selten bieten sie eine Personenliste an, so dass sie Top-Entscheider*innen identifizieren. Aber obacht – nicht jede/r Entscheider*in hat viele Anhänger*innen. Schauen Sie daher auf die Follower-Zahl. Vielleicht ist dann die Assistentin der Geschäftsführung die bessere Wahl als der Firmeninhaber. 

4. Die Besten “aussieben”

Auch wenn es schwer fällt, treffen Sie eine Auswahl: 30 Multiplikatoren sind für den Anfang sehr gut. Schließlich müssen Sie Aufwand betreiben, um eine Beziehung zu diesen aufzubauen. 

5. Ihre Aufmerksamkeit gewinnen

Einflussnehmer*innen unterstützen, für ihre Follower engagieren und ihnen Anerkennung schenken.

Nachdem Sie nun wissen, auf wen Sie überhaupt zugehen möchten, heißt es auch, loszulegen:

  • Unterstützen Sie die Einflussnehmenden: Gefällt Ihnen ein Post Ihres bevorzugten Multiplikators, dann lassen Sie ihn oder sie das doch wissen: ein Gefällt mir, ein Kommentar oder eine kurze Nachricht reichen dafür aus. 
  • Engagieren Sie sich sichtbar für das Following des Multiplikators: Nicht selten kommt es vor, dass ein solcher Multplikator Fragen stellt und aktiv nach Antworten bittet. Diese Einladung ist die ideale Gelegenheit, um mit ihm oder ihr ins Gespräch zu kommen. Wer weiß… vielleicht liked er oder sie Ihre Antwort oder kommentiert sie sogar.
  • Schenken Sie der Person Anerkennung: Teilen Sie Ihrer Zielperson mit, dass Sie Ihre Arbeit schätzen. Schicken Sie dafür  lobende Nachrichten, seien Sie aber spezifisch. Wenn Sie Respekt zollen, dann so, dass der oder die Lesende merkt, dass Substanz hinter dem Lob steckt.

6. Die Beziehung pflegen

Haben Sie die Aufmerksamkeit des Multiplikators gewonnen, dann ist das das Fundament, auf dem Sie die Beziehung aufbauen können. Influencer*innen veröffentlichen mehrmals am Tag Inhalte. Beste Ausgangssituation für Sie, auf relevante Postings zu reagieren. Bedeutet: liken, kommentieren, nachfragen, bitten, empfehlen.

7. Den ersten Touchpoint wagen

Haben mehrere Interaktionen stattgefunden, dann eröffnet sich die erste Gelegenheit, Multiplikatoren nach Meinungen zu fragen, beispielsweise zu Ihrem Blogbeitrag. Vielleicht befinden diese Ihren Beitrag so gut, dass Ihr Beitrag geteilt wird. Eine andere Möglichkeit ist, die ausgewählten Multiplikatoren in Ihrem Post direkt zu markieren. So werden diese  auf Ihren Inhalt aufmerksam und teilen ihre Postings. Ab diesem Punkt geht es jetzt nicht mehr darum, dass Sie auf seiner oder ihrer Seite aktiv werden, sondern diese zu motivieren, mit ihren Inhalten zu interagieren. Jede erzielte Interaktion bewirkt, dass Ihre Inhalte im Sichtfeld seiner oder ihrer Followerbase erscheinen.

In Zukunft sind Sie Multiplikator*in?

Je einflussreicher jemand ist, desto mehr Menschen wollen an diesem Einfluss teilhaben. Deshalb ist es nicht immer unbedingt einfach, auf sich aufmerksam zu machen, das Vertrauen zu gewinnen und in eine Interaktion einzutreten. Es hilft, von jemandem akzeptiert zu werden, der oder die sich bereits einen großen Einfluss erarbeitet hat, wenn…

… Sie tatsächlich etwas zu bieten und zu sagen haben;

… Sie schon aus eigener Kraft heraus einiges erreicht haben;

… Ihr/e Multiplikator*in davon bereits gehört hat;

… deutlich wird, dass Sie Durchhaltevermögen haben;

Und denken Sie daran: In der Zukunft sind vielleicht Sie der/die nächste Multiplikator*in, um dessen Aufmerksamkeit eine große Followerzahl buhlt.

Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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