LinkedIn für Anfänger*innen

Mit rund 106 Millionen aktiven Nutzer*innen ist die Relevanz von LinkedIn offensichtlich. Für alle, die international oder global in einem Unternehmen Fuß fassen möchten, ist es das wichtigste Berufsnetzwerk. Doch wie können Sie als Anfänger*in das Beste aus dem Netzwerk herausholen? Und welche Alternativen gibt es?

Auf dem Online-Berufsnetzwerk LinkedIn finden Sie internationale Unternehmen – und können mit ihren Mitarbeiter*innen Kontakte knüpfen. Mitarbeitende international agierender Unternehmen nutzen eher LinkedIn, während Kolleg*innen kleiner oder mittelständischer Unternehmen eher zu Xing neigen.

LinkedIn eignet sich hervorragend zum Selbstmarketing. Aber nur dann, wenn es strategisch eingesetzt wird und einige wichtige Funktionen bekannt sind. Um alles aus dem Berufsnetzwerk herauszuholen und lästige Anfängerfehler zu vermeiden, haben wir zehn Tipps für Sie zusammengestellt.

Zehn Tipps, um LinkedIn zu meistern

1. Basisversion zum Testen:

Für den Anfang können Sie sich die teuren Premium-Versionen sparen. Denn bereits das kleinste Abonnement bietet Ihnen die wichtigsten Funktionen: Sie können beispielsweise Nachrichten an Mitarbeiter*innen aus Unternehmen schicken, Einblicke in Bewerberstatistiken erhalten oder Gehaltsdaten zu jeder Stelle finden.

2. Profil URL:

Ihre Profil URL bietet Ihnen die Möglichkeit, noch professioneller zu wirken. Statt einer URL mit zufällig scheinenden Zeichen, haben Sie so beispielsweise folgende URL: https://ie.linkedin.com/in/vornamenachname
Neben Ihrem Profilbild sehen Sie rechts in der Sidebar den Button „Edit your public profile“. Klicken Sie darauf, erscheint Ihr öffentliches Profil. Dort ändern Sie nun in der rechten Sidebar Ihre URL.

3. SEO-Optimierung:

Auch Ihr LinkedIn-Profil sollten Sie für Suchmaschinen optimieren. So werden Sie leichter gefunden, wenn jemand Themen sucht, auf welche Sie sich spezialisiert haben. Dazu verwenden Sie ganz einfach wichtige Begriffe, welche sie ranken wollen, in Ihrem Profil.

4. Profil-Buttons erstellen:

Ob auf Ihrem Blog oder in Ihrer E-Mail-Signatur – regen Sie Leute an, sich mit Ihnen zu vernetzen. Das macht Ihnen LinkedIn anhand der sogenannten Profil-Badges einfach. Dazu klicken Sie einfach auf der Seite “Öffentliches Profil” unten rechts auf “Erstellen Sie ein Badge für Ihr öffentliches Profil”.

5. Arbeitsproben zeigen:

Gerade für Arbeitssuchende oder Personen, die mit Kund*innen arbeiten, ist diese Funktion wichtig. LinkedIn bietet Ihnen die Möglichkeit, Beispiele in Form von Videos, Bildern, Dokumenten oder Links hochzuladen. Diese fügen Sie ganz einfach in die “Summary”-, “Education”- oder “Experience”-Sektion Ihres Profils ein. Diese helfen Ihnen, sich vom Rest abzuheben.

6. Eigene Sections hinzufügen:

Damit Ihr Profil möglichst individuell auf Sie zugeschnitten ist, besteht die Möglichkeit, “Sections” hinzuzufügen. So gestalten Sie Ihr Profil ganz persönlich. Fügen Sie einfach die Sections hinzu, die gerade für Sie relevant sind.

7. Endorsements nutzen:

Seit 2012 gibt es bei LinkedIn die Endorsement-Funktion. Die Funktion bewirkt, dass Kontakte bestimmte Fähigkeiten bestätigen oder sogar Mini-Testimonials dazu verfassen. Versichern Sie sich, dass Sie Ihre besten Fähigkeiten auf Ihrem Profil anzeigen – so können Profilbesucher*innen Sie ganz einfach und direkt für diese Fähigkeiten bewerten. Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass Besucher*innen Sie tatsächlich bewerten. Aber in jedem Fall ist es eine gut Weise, Ihre besten Fähigkeiten anzupreisen.

8. Interessenten anschauen:

Sehen Sie nach, wer sich Ihr Profil angeschaut hat. Die „Who’s viewed my profile“-Funktion bietet Ihnen einen interessanten Einblick in die Besucherstruktur Ihres Profils. So erhalten Sie beispielsweise einen Einblick, aus welchem Businessbereich die meisten Besucher*innen Ihres Profils stammen.

9. LinkedIn Gruppen nutzen:

Wissen Sie schon, dass Sie Gruppenmitgliedern eine Nachricht schicken können, auch wenn Sie noch nicht miteinander vernetzt sind? Am besten treten Sie dazu Gruppen bei, deren Mitglieder für Sie relevante Kontakte enthalten könnten. So erweitern Sie ganz einfach Ihr Netzwerk – und entdecken neue Kontakte Ihrer eigenen Branche.

10. Sehen und gesehen werden:

Seien Sie kein LinkedIn-Mauerblümchen. LinkedIn bietet die Funktion, Ihr Profil auf unsichtbar zu schalten. So werden Sie jedoch nur von Nutzer*innen gesehen, die ihr Profil entsprechend konfiguriert haben. Unsere Empfehlung lautet: Seien Sie mit Ihrem Profil öffentlich. 

Elpha – das bessere LinkedIn für Frauen?

LinkedIn, Xing und Co. sind den meisten bereits bekannt und werden welt- beziehungsweise deutschlandweit von einigen Millionen Menschen verwendet. Vor allem für Anfänger*innen, die gerade die ersten Erfahrungen mit Online-Berufsnetzwerken machen, lohnt sich der Einstieg über LinkedIn sicherlich. Aber sie sind nicht die einzige Möglichkeit, sich zu vernetzen. Und: Sind sie überhaupt für alle die beste Möglichkeit?

In der Tech-Industrie ist Gender Equality mehr denn je ein relevantes Thema. Großkonzerne wie Google, Microsoft oder Apple haben es sich zum Ziel gemacht, mehr Frauen in verantwortungsvolle Positionen zu bringen. Denn laut Statista sind momentan nur rund 30 Prozent der Führungspositionen und 20 Prozent aller Tech-Positionen der großen amerikanischen Tech-Unternehmen mit Frauen besetzt.

Vor diesem Hintergrund entstand Elpha – ein Millionen Dollar schweres Startup. Denn LinkedIn und XING sind eben längst nicht die einzigen Berufsnetzwerke. Bei dem Startup handelt es sich um eine Online Community für Frauen, die in der Tech-Industrie arbeiten. Das Ziel ist dabei, dass Frauen aus der Tech-Branche ein Netzwerk geboten wird.

Während das Startup ein echtes gesellschaftliches Problem adressiert, wird deutlich, dass auch ein enormes Marktpotenzial hinter der Idee steckt. Denn die Community bringt eine außerordentlich wertvolle Zielgruppe zusammen. Viele führende Tech-Unternehmen möchten momentan ihren Talentpool mit Menschen füllen, welche unterschiedlichste Perspektiven mitbringen. Elpha erschließt genau diese Zielgruppe.

Und nun?

Wer international Karriere machen und sich online vernetzen möchte, sollte dies unbedingt tun. Durch seine große Reichweite und die vielen Funktionen bietet sich LinkedIn hervorragend an.

Aber je nach Berufsfeld, Zielen und sogar Geschlecht gibt es Alternativen, die nicht zu unterschätzen sind. Obwohl diese oft eine geringere Reichweite haben, sind sie gezielter auf Sie zugeschnitten. Und so können sie gegebenenfalls noch mehr erreichen.

(karriereletter / hubspot / linkedin / digitaleoptimisten)

Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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