Engaging Content: Wie geht das eigentlich?

Engaging Content regt Leser:innen dazu an, mit Ihren Inhalten zu interagieren. Aber wie und warum funktioniert diese Strategie so gut?

Um einen erfolgreichen Web-Auftritt zu haben, brauchen Unternehmen hochwertige Inhalte. Spätestens seit Googles sogenanntem Penguin-Update steht fest, dass Inhalte über die Rankings von Corporate-Blogs entscheiden. Denn wer über Suchmaschinen nicht gefunden wird, bleibt im Internet unentdeckt. Aber hochwertiger Content, was bedeutet das überhaupt?

Googles Penguin-Update:

Das Penguin-Update bezeichnet eine Reihung von Algorithmus-Änderungen von Google, deren Ziel es ist, Webspam in den Suchergebnissen der Suchmaschine zu identifizieren und anschließend zu entfernen. Durch das Update möchte Google Manipulationen in den Suchergebnissen minimieren und unnatürlich wirkende SEO-Maßnahmen sanktionieren.

Guter Content erzählt Geschichten, begeistert die Leser:innen, reißt sie mit und gibt ihnen Inhalte mit, die noch lange im Gedächtnis bleiben. Der Inhalt selbst wird zu einem Erlebnis. Auf Englisch wird diese Art des Contents als „Engaging Content“ betitelt. „Engaging“ lässt sich auf ins Deutsche mit „einnehmend“, „gewinnend“, „fesselnd“, „anziehend“ oder „reizend“ übersetzen. Dies lässt im Hinblick auf den Inhalt natürlich einen enormen Interpretationsspielraum.

Was ist Engaging Content?

In einer 2010 zusammengestellten Sammlung von Michelle Linn, der Mitbegründerin und Chief Strategy Officer von Mantis Research, einem Beratungsunternehmen im Bereich Marketing, hat Linn einige Expert:innen dazu befragt, was für sie Engaging Content ausmacht. Zwei der Aussagen haben wir hier für Sie zusammengetragen:

  • „Das Problem bei der Erstellung von fesselnden Inhalten liegt in dem Versuch, an die Rationalität der Leser zu appellieren. Fesselnde Inhalte sind emotional relevant. Sie lösen unbewusste und bewusste Reaktionen in den Gehirnen der Menschen aus.“ Patsi Krakoff
  • „‚Engagin‘ bedeutet für mich, das Interesse und die Aufmerksamkeit der Leser*innen zu wecken, sie zum Weiterlesen zu bewegen – weil der Inhalt unglaublich relevant, informativ oder sogar unterhaltsam ist – und sie dazu zu bringen, dem Inhalt einen Wert beizumessen – idealerweise genug Wert, um tätig zu werden.“ CB Whittemore

(Die englische Originalquelle der Zitate finden Sie hier)

Die emotionale Komponente der Inhalte springt bei diesen Definitionen direkt ins Auge. Genau das ist es, was Engaging Content ausmacht. Es geht nicht darum, reine Fakten zu präsentieren, sondern vielmehr darum, Leser:innen durch Emotionen zu berühren.

Drei Arten, um Engaging Content einzusetzen

Es  gibt viele unterschiedliche Arten von Engaging-Content, die auf verschiedene Arten besonders wirkungsvoll sind. Sie können helfen, Ihre Zielgruppe langfristig zu beeinflussen und mit Ihren Inhalten zu interagieren. Drei Arten von Engaging Content, die wir Ihnen ans Herz legen wollen, sind der interaktive, polarisierende und visuelle Content.

1. Interaktiver Content

Mit interaktivem Content ermöglichen Sie Ihre Leser:innen dazu, auf eine andere Art mit Ihren Inhalten zu agieren, als bloß mit Likes oder Kommentaren. Interaktiver Content regt die Leser:innen zum Nachdenken an. Oftmals erfordert er eine sofortige Handlung. Formate, die sich für diese Art des Contents eignen, sind beispielsweise Umfragen, Wettbewerbe, Rätsel oder auch Q&A’s – welche erfahrungsgemäß allesamt zu mehr Engagement führen. Aber auch schon kurze Fragen am Ende eines Blog-Beitrags steigern Engagement-Rates von Blogs um ein Vielfaches. Dadurch, dass interaktiver Content mehrere Sinne anspricht, ist der Eindruck für die Lesenden sehr viel intensiver und somit bleibender. Sie lesen die Inhalte nicht bloß, sondern führen auch eine Aktion aus.

2. Polarisierender Content

Beispiel Laut einer Vielzahl an Studien, performt Content, welcher Emotionen hervorruft, deutlich besser. Insgesamt ist es nicht überraschend, dass emotional aufgeladene Inhalte Leser:innen eher dazu veranlassen, Beiträge weiterzuleiten, zu kommentieren oder zu teilen. 

Wenn wir unsere Arbeit leicht erledigen können, ohne Aufruhr oder Kontroversen zu riskieren, gehen wir normalerweise den Weg des geringsten Widerstands. Aber manchmal ist das Entfachen einer Kontroverse der beste Weg, um unsere Ziele zu erreichen – vor allem, wenn Sie versuchen, mit Ihren Content-Marketing-Bemühungen Aufmerksamkeit auf Ihre Marke zu lenken.

Eine Entscheidung darüber, ob Sie polarisierende Themen in Ihr Content Marketing einbauen, beginnt mit einer Sache: Ihrem Publikum. Denken Sie zuerst darüber nach, wen Sie zu erreichen versuchen. Sind polarisierende Themen geeignet, Ihre Verbindung mit ihnen zu vertiefen? Oder ist es wahrscheinlicher, dass sie sich von Ihrer Marke abwenden? Sobald Sie diese Frage beantwortet haben, haben Sie eine ziemlich gute Vorstellung davon, ob eine polarisierende Content-Marketing-Strategie für Sie geeignet ist oder nicht.

3. Visueller Content

Sicher kennen Sie den Spruch: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Dasselbe gilt auch für Corporate-Content. Gerade Social Media Plattformen wie Instagram oder Facebook zeigen: Bilder sind für Engagement unverzichtbar. Aber dabei geht es weit darüber hinaus, ein nett aufbereitetes Zitat oder ein Bild mit einem kleinen Text zu posten. Vielmehr sollte der Content für sich selbst sprechen und das Bild eine eigene Geschichte erzählen.

Noch einfacher ist diese Herangehensweise mit der Einbindung von Video-Content möglich. Nicht ohne Grund hat sich Facebook immer mehr zu einer Video-Plattform entwickelt, auf der täglich mehr als acht Milliarden Video-Aufrufe verzeichnet werden. Kein anderes Format schafft es so emotional und authentisch Nachrichten zu vermitteln, wie Videos. Also: Binden Sie doch einfach Videos in Ihren zukünftigen Corporate-Blog Beiträgen ein!

Anspruchsvoller Content statt Berieselung

Obwohl wir uns sehr gerne und viel zu oft einfach nur von Inhalten berieseln lassen, möchte unser Gehirn viel lieber beansprucht werden. Engaging Content ist für uns als Leser:innen und Nutzer:innen reizvoller: So wird er dadurch auch direkt relevanter. Je relevanter die Inhalte, desto höher werden diese von Google geranked. So erreichen Sie mit Ihren Blog-Beiträgen automatisch eine höhere Reichweite. 

Regt ein Inhalt zum Mitdenken an, wird der Gesamteindruck auch gleich viel intensiver. Das Wichtigste ist jedoch der Unterhaltungsfaktor und die Wertigkeit der Inhalte. Genau diese entscheiden darüber, ob Ihre Leser:innen auf Ihrem Blog verweilen.

Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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