Einfacher Korrekturlesen: Ein Leitfaden

Das Korrigieren von Texten ist genauso lästig, wie es nötig ist. Ein professionelles Korrektorat beseitigt die meisten Fehler. Jedoch ist es oftmals sehr teuer. Mit wenigen einfachen Tricks können Sie die meisten gängigen Fehler beseitigen – und Ihrem Text die benötigte Qualität verleihen.

Sie haben es geschafft! Endlich ist Ihr Text fertig, an dem Sie viele Stunden lang geschrieben haben. Nun kann er veröffentlicht werden. Aber Moment noch! Hat Ihr Blogartikel eine ordentliche Rechtsschreib- und Grammatikprüfung durchlaufen? Wir, in unserer Redaktion, haben noch nie erlebt, dass ein Text gleich nach dem Verfassen fehlerlos war.

Und ein fehlerfreier Artikel ist zudem wichtig für die Reichweite: Sind Ihre Texte voll von Fehlern, werden diese seltener von Suchmaschinen wie Google oder Ecosia gefunden. Schließlich wird hier üblicherweise nach Suchbegriffen mit der korrekten Schreibweise gesucht. 

Damit Ihnen bei der Korrektur kein Fehler entgeht, haben wir Ihnen hier unsere Dos and Don’ts zusammengestellt, die Ihre Korrektur erleichtern werden. Weiter unten finden Sie zudem unsere Liste mit den beliebtesten Fehlern, die wir gemacht haben, damit Sie es nicht tun müssen.

5 Dos: Unsere Tipps zum Korrekturlesen

1. Den Text langsam und laut vorlesen

Obwohl Sie sich mit diesem Tipp sicherlich in Ihre Grundschulzeit zurückversetzt fühlen: Langsam und deutlich zu lesen, hat bemerkenswerte Resultate. Durch das langsame und laute Vorlesen fällt Ihnen auf, wenn der Artikel fehlt oder ein Verb an die falsche Stelle geraten ist. Außerdem können Sie mit dieser Technik nicht so schnell in den bloßen „Überfliegen-Modus“ geraten. Dabei können einem offensichtliche Fehler entgehen.

2. Textverarbeitungsprogramme nutzen

Textverarbeitungsprogramme zeigen grobe Fehler schnell an. Nehmen Sie diese Hilfe an und lassen Sie Ihren Artikel automatisch auf die gängigen Fehler in Sachen Grammatik und Rechtschreibung prüfen. Werfen Sie am besten am Ende Ihres Schreibprozesses einen gründlichen Blick auf die Korrekturvorschläge des Textverarbeitungsprogramms und kontrollieren Sie anschließend, was Sie davon tatsächlich korrigieren sollten. Denn: Nicht alles, was rot unterstrichen wird, ist tatsächlich ein Fehler. Schließlich sind die Programme bei weitem nicht perfekt.

3. Pausen beim Korrekturlesen machen

Niemand kann sich ununterbrochen konzentrieren. Gerade bei längeren Texten stellt dies ein Problem dar. Nach maximal 45 Minuten sollten Sie für 15 Minuten pausieren. So gönnen Sie Ihren Augen eine Pause und auch Ihr Gehirn wird wieder aufmerksamer. 

4. Einen Tag Abstand nehmen 

Planen Sie genug Zeit ein, dass Sie ihren Blog-Beitrag nicht erst kurz vor der Abgabefrist Korrektur lesen. Ihr Verstand benötigt mindestens ein paar Stunden, besser einen ganzen Tag, damit er sich von Ihrem Thema lösen kann. Nach dieser Schreib-Pause werden Ihnen Fehler schneller auffallen, als wenn Sie sich sofort nach dem Verfassen an die Korrektur machen.

5. Nicht alleine Korrekturlesen

Vier Augen sehen mehr als zwei, das gilt besonders beim Korrekturlesen. Ihr perfekter:e perfekte Lektoratspartner:in liest den Text optimalerweise zum ersten Mal. Ihm oder Ihr werden ganz neue Aspekte auffallen, die Ihnen bisher entgangen sind.

3 Dont’s: Diese Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

1. Auf die Rechtschreibprüfung verlassen

Wie bereits angeklungen ist: Keine Rechtschreibprüfung ist perfekt. Verlassen Sie sich also nie gänzlich auf sie. Gerade grammatikalische Endungen entgehen ihnen häufig. Auch entstehen aus Tippfehlern oftmals neue Wörter, die Ihr Korrektur-Programm nicht als Fehler ansieht. Woher soll es auch wissen, ob Sie die „Mine“ oder doch eine „Miene“ meinen. 

2. Zu viel Energie in einen Fehler setzen

Korrekturlesen ist zeitintensiv. Machen Sie es sich also nicht noch zeitintensiver. Oft reicht schon eine kurze Google-Suchanfrage aus, um sich Gewissheit zu beschaffen. Sollten Sie sich danach noch immer unsicher sein, fahren Sie am besten mit der Korrektur fort. Widmen Sie sich dem potenziellen Fehler am Ende nochmal, wenn sie genügend Zeit dafür haben. 

3. Zu oft hintereinander Korrekturlesen

Wenn Sie einen Text mehrmals hintereinander lesen, werden Sie höchstwahrscheinlich die selben Fehler wieder und wieder übersehen. Beschäftigen Sie sich am besten nach jedem Durchgang kurz mit etwas anderem, um Ihren Kopf wieder freizubekommen. Mit ein bisschen Abstand können Sie alles auf Anfang setzen und werden ganz neue Fehler entdecken.

Die beliebtesten Fehler

Wir, in unserer Redaktion, haben schon viele Texte geprüft. Damit Sie diese Fehler vermeiden können, haben wir hier eine Sammlung der beliebtesten Fehler aufgestellt. 

Wortverwechslungen

Wörter wie beispielsweise „das“ und „dass“, „seid“ und „seit“ oder „Sie“ und „sie“ werden häufig verwechselt. Achten Sie auf diese also besonders genau.

Uneinheitliche Schreibweisen

Uneinheitliche Schreibweisen der selben Wörter, wie beispielsweise bei „Hot Dog“ und „Hotdog“ im selben Text wirken unprofessionell und lenken Ihre Leser:innen ab. Einheitlichkeit ist hier ein Muss.

Apostroph beim Genitiv

Das Deutsche erfordert keinen Apostroph beim Genitiv. So heißt es zum Beispiel „Jans Blog“ und nicht „Jan’s Blog“. Ausnahmen gibt es jedoch, wenn beispielsweise Nomen auf -ce, -s, -ss, -ß, -tz, -x oder -z enden oder der Ableitung von Eigennamen, die mit „sch“ gebildet werden (wie beispielsweise die „Schubert’schen Lieder“

Inhaltliche Ebene

Oftmals wird die inhaltliche Ebene bei der Korrektur vergessen oder zumindest vernachlässigt. Achten Sie besonders darauf, dass die Argumente überzeugend sind, und der Text gleichermaßen unterhaltsam und informativ ist.

Fazit: Unerlässlich aber keine Qual

Korrekturlesen muss keine Qual sein. Wenn Sie sich ausreichend Zeit nehmen und unsere Tipps anwenden, werden Ihre Blog-Artikel in Null-Komma-Nichts ein professionelles Level haben. Unser Geheimtipp: Wir freuen uns, wenn wir mit unseren Artikeln Unternehmensberater:innen eine Hilfe sind. Genau diese Vorfreude wandelt die Qual in Motivation um. 

Wollen Sie mehr dazu lernen, schauen Sie doch mal in unserer Rubrik Korrekt Schreiben vorbei. Dort lernen Sie von Themen wie der perfekten Satzlänge bis hin zum Einsatz von rhetorischen Mitteln, wie Sie Ihre Texte optimieren können.

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Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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