Das Adjektiv: Ihrem Corporate Blog ein Gesicht geben

Adjektive sind wichtig und aus guten Grund ein entscheidender Teil unseres Sprachgebrauches. Sie hauchen unserer Sprache Leben ein und helfen, Emotionen zu wecken. Die meisten Texte enthalten jedoch leider zu viele Adjektive. Dadurch werden Texte schwerer verständlich und unnötig lang. Am besten lassen Sie nur die wirklich wichtigen Adjektive stehen.

Was sind Adjektive noch mal?

Sicherlich kennen Sie das noch aus der Grundschule: „Adjektive, Eigenschaftswörter oder Wiewörter geben Auskunft darüber, wie jemand oder etwas ist, oder wie jemand etwas tut.
 
Diese Merkmale haben Adjektive:
  • Sie werden kleingeschrieben
  • Sie beschreiben eine Tätigkeit oder einen Zustand
  • Sie können Gegensätze ausdrücken
  • Fast alle Adjektive lassen sich steigern
 

Wann Adjektive stören

Adjektive sind wichtig, um Emotionen bei ihren Leser:innen auszulösen. Die meisten Texte enthalten jedoch zu viele davon. Dadurch werden Blog-Beiträge unnötig lang und gegebenenfalls sogar schwerer verständlich. Unser Tipp lautet: Lassen Sie nur die wirklich relevanten Adjektive stehen. Auf manche verzichten Sie besser:
 
  • Doppelungen: Formulierungen wie ein „absoluter Stillstand“ sind eine unnötige Dopplung, da ein Stillstand immer absolut ist. Dasselbe gilt beispielsweise für eine „aussichtsreiche Chance“.
  • Abgestandene oder abgedroschene Wortkombinationen:  Ausdrücke wie der „rote Faden“, „exklusiver Empfang“ oder „tiefe Dunkelheit“ kommen so häufig vor, dass sie beliebig wirken und überlesen werden.
  • Unpräzise Adjektive: Wie oft haben Sie in der Werbung die Adjektive „flexibel“, „zielgerichtet“, „Individuell“ oder „attraktiv“ gelesen? Diese Adjektive sagen beinahe nichts aus, werden aber ständig verwendet. Dasselbe gilt in Texten über Essen mit Begriffen wie „schmackhaft“ oder „würzig“, sowie in Texten über Mode mit „elegant“ oder „chic“. In all diesen Beispielen bleibt die Eigenschaft, die hinter dem Adjektiv steckt, ungenau. Denn „chic“, „würzig“ oder „attraktiv“ kann letztendlich so viel bedeuten.
 

Wann Adjektive Ihre Texte bereichern

Nach Ihrer letzten Korrekturschleife sollten im Idealfall nur noch Adjektive in Ihrem Text vorkommen, die…
  • … originell sind (in Kombination oder alleine): „Ausgeklügelte Formulierung“
  • … bei Ihren Leser:innen Bilder im Kopf hervorrufen: „Zuckersüße Werbeanzeige“
  • … Ihre Aussagen präzisieren: „Kompetentes Team“
  • … Wertungen widerspiegeln: „Die Software ist überholt“
  • … Vergleiche oder Unterschiede markieren: „Produkt XY ist ausgereifter als Produkt YZ“
 

Adjektive aus der Sicht von SEO

Sollten Sie sich bereits ein wenig mit TF*IDF auskennen, werden Sie wissen: Desto mehr Wörter ein Text beinhaltet, desto größer sollte der Anteil der relevanten Begriffe sein, sodass Google und Co. erkennen kann, wo die inhaltlichen Schwerpunkte des Textes liegen. Würde die Schlussfolgerung als bedeuten, dass Adjektive lediglich Ballast sind, welche die Relevanz Ihres Textes senkt?
 
Die Antwort lautet: Ja und Nein. Zwar ist eine hohe Termrelevanz ein klarer Vorteil, andererseits sind die Zeiten, in welchen Texte lediglich nach der Termfrequenz, also der Anzahl eines bestimmten Begriffes, verfasst wurden, längst passé. Wenn Sie also von einer Suchmaschine über Ihre Blog-Beiträge etc. gefunden werden möchten, sollten Sie an erster Stelle die Bedürfnisse Ihrer Leser:innen stillen. Denn klar ist: Je nachdem, wonach Ihre potenziellen Leser:innen suchen, ergeben sich unterschiedliche Ansprüche an den jeweiligen Text.
 
Die oben genannten Aspekte, wann Adjektive stören, gelten genauso für SEO. Abgedroschene Phrasen werden keine erdenkliche Suchintention stillen. Je authentischer, konkreter und individueller die von Ihnen verwendeten Adjektive also sind, desto höher ist die Chance, dass potenzielle Leser:innen Ihren Beitrag lesen möchten. Und genau dies wird die Suchmaschine Ihnen längerfristig belohnen.
 

Die 15 Adjektive der Unternehmensberater:innen

Jede Branche hat ihre eigenen Adjektive. Wünschen Sie sich von der Masse abzuheben, so sollten Sie versuchen, dies in Ihren Texten bemerkbar zu machen. Dies fängt bereits mit der Wahl der richtigen Adjektive an. Verwenden Sie dieselben Eigenschaftswörter wie Ihre Mitstreiter:innen, so werden Sie sich keinesfalls von der Masse hervorheben.
 
Versuchen Sie in der Zukunft, individuelle Adjektive auszuwählen.
Adjektive, die Unternehmensberater:innen häufig verwenden, finden Sie hier:
 
  1. analytisch
  2. strategisch
  3. erfahren
  4. überdurchschnittlich
  5. erprobt
  6. erfolgsbetont
  7. strukturiert
  8. eigeninitiativ
  9. verbindlich
  10. interkulturell
  11. termintreu
  12. bewährt
  13. individuell
  14. interkulturell
  15. spezialisiert
 

Fazit: Adjektive sind essenziell, sollten aber sparsam eingesetzt werden

In vielen Blog-Beiträgen findet die Wahl der passenden Adjektive zu wenig Bedeutung. Und doch hängt die Qualität und somit der Erfolg stark von ihnen ab. Halten Sie sich also genug Zeit frei, um die richtigen Adjektive zu finden, die genau zu Ihrer Leser:innengruppe passen – und dabei authentisch, individuell und aussagekräftig sind. Und bedenken Sie stets: Die Dosis macht das Gift. Geben Sie sich, Ihrem Corporate-Blog und Ihrem Unternehmen mit effektiven Adjektiven ein Gesicht und heben Sie sich so von anderen „Phrasendreschern“ ab.
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Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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