Content-Marketing: Häufige Fehler, und was Sie stattdessen tun können

Mit Content-Marketing schaffen Sie digitale Inhalte, die aus Interessenten Kund:innen machen. Ihr Publikum erreichen Sie erst, wenn es sich bereits in der Recherche-Phase befindet. Dabei treten häufig Fehler auf. Die meisten können Sie vermeiden.

Was ist Content-Marketing?

Gemeinhin versteht man darunter das Erstellen und Teilen von informierenden und beratenden Online-Werbeinhalte wie Videos, Blogartikel und Podcasts sowie von Whitepaper, Broschüren, Checklisten oder Studienergebnissen. Zum Content-Marketing gehören ganz wesentlich die sozialen Medien. Sie erfüllen allerdings eine Doppelfunktion: Einerseits sind soziale Medien wichtig, um die anderen Inhalte zu bewerben. So bewerben YouTuber ihre Videos aktiv auf Facebook, um dort eine Community aufzubauen. Andererseits stellen soziale Medien selbst ein Medium wie ein Blog oder Podcast dar. In diesem Fall spricht man von Microblogging.
 
Aus Sicht von Unternehmen verfolgt Content-Marketing einen klaren Zweck: Bestimmte Zielgruppe gezielt ansprechen, um sie von den Produkten und Services zu überzeugen – und als Kund:innen zu gewinnen. Dabei erhält die anvisierte Zielgruppe informative Antworten auf ihrer Suche nach Informationen und Lösungen im Internet. Unser Blog beispielsweise wird vielfach von Personen besucht, die auf der Suche nach Tipps für Quellenrecherche sind – das zeigen die Besucheranalysen.
 
Bei Endverbrauchern erfüllt das Content-Marketing sogar eine Sales-Funktion: Das heißt, potenzielle Kund:innen werden auf Ihr Angebot aufmerksam, wenn sie einen Einkauf bereits geplant haben. Bei unternehmerischen Kunden, also in der B2B-Kommunikation, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Kaufentscheidungen auf der Grundlage Blogartikeln oder Social Media-Posts gefällt werden. In diesem Fall hat Content-Marketing eher eine unterstützende Funktion bei der Entscheidungsfindung. Unser grundsätzlicher Profi-Tipp für B2B lautet: Content-Marketing steht ganz am Anfang des Verkaufsprozesses. Vermeiden Sie daher eine werbliche Sprache!
 

Warum Content-Marketing?

Mit Content-Marketing zeigen Sie den Kund:innen die gewünschten Produkte, während sie genau nach diesen suchen. Die meisten Käufer:innen werden dabei einen dreifachen Prozess durchlaufen:
 
  • Awareness: Sie werden auf ein Problem aufmerksam und denken an eine Lösung. Dabei wird der genaue Bedarf definiert.
  • Consideration: Käufer:innen begeben sich auf Recherche. Sie nehmen sich die Zeit, das Problem besser zu verstehen, und recherchieren die passenden Produkte.
  • Decision: Hier treffen Käufer:innen eine Entscheidung. Sie überlegen, welche Lösung für sie am besten passt, und sind zu diesem Zeitpunkt für den Einkauf bereit.
 
Ein vollständiges Content-Marketing-System soll potenzielle Kund:innen bei allen Phasen des Einkaufsprozesses mithilfe von informativen Inhalten unterstützen. Dies vermeidet unangenehme unerwünschte Werbung: Es stellt stattdessen eine wertvolle Ressource dar, die Interessenten nach Bedarf zur Verfügung steht. Darüber hinaus hilft es Ihnen, die Konversation zu kontrollieren, indem Sie potenzielle Käufer:innen ansprechen, bevor sie zu einer endgültigen Entscheidung gekommen sind.
 

Fünf Content-Marketing-Fehler zu vermeiden

 
Content-Marketing ist eine sinnvolle Investition für Ihr Unternehmen, vorausgesetzt Sie betrachten es ganzheitlich. Es kann aber auch eine Herausforderung darstellen. Die gute Nachricht lautet: Die häufigsten Fehler sind leicht zu vermeiden. Hier finden Sie die fünf größten Fehler, die Unternehmen beim Content-Marketing machen, und was Sie stattdessen tun können.
 

1. Sie definieren Ihre Zielgruppe nicht!

Zielgruppenprofilen sind unverzichtbar beim Erstellen von Werbeinhalten. Ihre Interessen, Demografien und Aspirationen nicht zu beachten, kann sich letztendlich schädlich zeigen. Die Lösung: Sprechen Sie Ihr Publikum an oder nutzen Sie Umfragen o.ä., um es besser kennenzulernen. Ihre Content-Marketing-Inhalte sollten auf dessen Bedürfnisse gezielt sein.

2. Sie setzen keine konkreten Ziele! 

Wenn Sie mit Content-Marketing anfangen, sollten Sie Ihr Endziel bereits kennen. Ziellose Inhalte dienen Ihrem Unternehmen und Ihren Kund:innen nicht. Dabei sollten Sie auch Ihre Stärke und Kompetenzen beachten. Sie sollten wissen, warum Interessenten auf Ihrer Webseite landen. Dazu definieren Sie Ihre Marktnische und halten Sie sich daran.

3. Sie veröffentlichen auf den falschen Plattformen!

Ihre Zielgruppe zu kennen, bedeutet auch, Ihre bevorzugten Distributionskanäle zu beachten. Dazu dienen spezielle Tools wie Google Analytics und weitere Datenanalyse Plattformen. Dabei sollten Sie auch den Linkaufbau beachten: Ein Netzwerk von verschiedenen Webseiten, die sich mit ähnlichen Inhalten beschäftigen, kann Ihre Inhalte verlinken und weiter teilen.

4. Sie optimieren Ihre Inhalte nicht!

Einerseits sollten Sie Ihre Inhalte nicht zu schnell ändern. Suchalgorithmen verändern sich ständig – Sie sollten Ihre Inhalte die Zeit geben, mit diesen Veränderungen zu Recht zu kommen und relevant zu bleiben. Andererseits können veraltete Inhalte auch von Bedeutung sein: Frühere Inhalte können immer wieder optimiert werden und neue Relevanz gewinnen.

5. Sie arbeiten nicht mit Retargeting!

Retargeting ist eine Werbetechnik, wobei frühere Nutzer:innen dazu eingeladen werden, Ihre Webseite erneut zu besuchen. Sie könnten unter anderem die Möglichkeit anbieten, sich für einen Newsletter zu registrieren oder auf weitere Inhalte zuzugreifen. Auf den meisten Webseiten werden nur 2 Prozent der Interessenten zu potenziellen Kund:innen. Retargeting kann das restliche 98 Prozent überzeugen.

Irene Valenti

Irene Valenti

Ich bin Irene Valenti und bin beim futureorg Institut als Lektorin und Online-Redakteurin tätig. Dabei verwende ich meine Kenntnisse der Literatur- und Textlinguistik aus meinem B.A. in Germanistik zum Verfassen und Verfeinern der Texte. Derzeit verfolge ich meine Leidenschaft für Fremdsprachen und Literatur in einem Master in English and American Studies an der Universität Augsburg.

Kontakt: valenti@futureorg.de

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