Sprachoptimierung: 3 Tools, die Ihre Sprache optimieren

Sprache gezielt und prägnant einzusetzen, ist nicht einfach. Wer als Unternehmensberatung einen erfolgreichen Corporate-Blog betreiben möchte, muss sich gut ausdrücken können. Verschiedene Tools können dabei helfen, die eigene Sprache zu optimieren.

Sicher kennen Sie diese Situation: Sie haben einen Blog-Beitrag oder Social-Media-Content verfasst und präsentieren diesen stolz Ihrem Chef oder Ihrer Chefin. Doch statt Lob und eine Freigabe zur Veröffentlichung werden Sie auf einige sprachliche Mängel hingewiesen, die Ihnen zuvor selbst gar nicht aufgefallen sind.

Bei gesprochener Sprache ist eine deutliche Aussprache essentiell – schließlich wird man sonst nicht verstanden und ernst genommen. Das Gleiche gilt für die geschriebene Sprache. Auch hier kommt es auf Deutlichkeit an. Genau so, wie es für die gesprochene Sprache Logopäd:innen und Aussprachetrainings gibt, gibt es auch beim geschriebenen Wort Hilfestellungen. Nicht immer werden professionelle Lektor:innen benötigt – oft verhelfen schon einfach und schnell zu handhabende Tools.

1. Duden Rechtschreibprüfung

„Duden Mentor“: Rechtschreibprüfung mit Lerneffekt

Der Duden ist ein Klassiker. Nicht umsonst ist er seit nun mehr als 130 Jahren das Standardwerk für deutsche Grammatik und Rechtschreibung. Mit dem 2019 herausgebrachten Duden Mentor bietet der Dudenverlag eine Rechtschreibprüfung für dort einkopierte Texte. Der Mentor prüft auf Basis des amtlichen Regelwerks auf Zeichensetzung, Grammatik und Rechtschreibung  – in Sekundenschnelle. Die Prüfsoftware markiert mögliche Fehler und schlägt entsprechende Korrekturen vor. Das Besondere ist: Ausführliche Kommentare zu den einzelnen Fehlern sorgen für einen besonderen Lerneffekt. Da die Software browserbasiert ist, ist weder eine Installation noch ein Download nötig.

Bild: Duden Mentor in der Anwendung. Quelle: Screenshot von Duden Mentor.
Bild: Duden Mentor in der Anwendung. Quelle: Screenshot von Duden Mentor.

Das Tool prüft bis zu 800 Zeichen auf einmal. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Premium-Abonnement abzuschließen, welches eine zusätzliche Stilprüfung enthält und ein Zeichenmaximum von 20.000 beziehungsweise 40.000 Zeichen umfasst. Diese Abos können Sie 14 Tage lang unverbindlich und kostenfrei testen – danach kosten sie 9,95 € beziehungsweise 14,95 € pro Monat.

2. Language Tool

Die LanguageTooler GmbH bietet eine Rechtschreibprüfung auf 29 Sprachen an – darunter unter anderem Deutsch, Niederländisch und Englisch. Je nach Sprache variiert die Leistungsfähigkeit stark. Im Deutschen kann das laut Tool eigener Aussage über 2.500 Fehler erkennen.

Bild: Language Tool in der Anwendung. Quelle: Screenshot von Language Tool.
Bild: Language Tool in der Anwendung. Quelle: Screenshot von Language Tool.

Language Tool bietet drei verschiedene Versionen. Die Gratisversion umfasst eine einfache Prüfung der Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Sie ermöglicht die Korrektur von bis zu 10.000 Zeichen pro Textfeld.

Neben der Gratisversion gibt es eine Version für Einzelpersonen und eine für Teams. Diese umfassen weitere Funktionen wie eine umfangreichere Korrektur von bis zu 60.000 Zeichen, Vorschläge für einen besseren Stil sowie einen Add-in für Microsoft Word und Google Docs. Die Einzelpersonen-Version kostet monatlich 19,90 €, bei einer jährlichen Abrechnung jedoch lediglich 4,95 € pro Monat. Die Team-Variante kostet pro Jahr und Person rund 50 Euro. 

3. Textanalyse Tool – Content sprachlich optimieren

Anders als die anderen beiden Tools dient dieses Tool nicht der Prüfung von Grammatik und Orthografie, sondern einer Analyse in Hinblick auf Verständlichkeit, Ästhetik und Prägnanz. Das Tool beschleunigt und vereinfacht das Redigieren von Texten, ersetzt jedoch die Arbeit der Redakteur:innen nicht.

Bild: Textanalyse Tool in der Anwendung. Quelle: Screenshot von Textanalyse Tool.
Bild: Textanalyse Tool in der Anwendung. Quelle: Screenshot von Textanalyse Tool.

Für die Analyse des Inhaltes gibt es keine Zeichenbeschränkung – bei sehr langen Texten wird das Tool jedoch deutlich langsamer. Die Auswertung des Textes umfasst eine Bewertung der Lesbarkeit auf einer Skala von 0 bis 100. Diese basiert auf dem LESIX-Lesbarkeitsindex: Hier fließen Faktoren wie die Wort- und Satzlänge, die Anzahl der Silben, aber auch komplexere Bereiche wie Modalverben, Passivsätze oder verzichtbare Füllwörter in die Bewertung des Textes ein. Zudem besteht die Möglichkeit, ein Keyword anzugeben, auf dessen Dichte der Inhalt analysiert wird. So erfolgt ein erster Schritt in Richtung SEO-Optimierung. Doch Vorsicht: Dieses Tool umfasst keine Prüfung von Rechtschreibung und Grammatik.

Kein Ersatz für ein Lektorat!

Die hier vorgestellten Tools sind auf ihre eigene Art allesamt hilfreich und zeitsparend. Sie bringen ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich. Daher empfehlen wir eine Kombination der Tools. Der Duden Mentor als Rechtschreib- und Grammatikprüfung in Kombination mit dem Textanalyse Tool für die sprachliche Optimierung können aus einem sprachlich unausgereiftem Text einen ansehnlichen Beitrag zaubern. Noch sinnvoller ist es jedoch, Kompetenzen im Bereich des Lektorats aufzubauen und mithilfe von Workflows Routinen zu entwickeln. Tools sind zwar gut, aber selbst können Sie das noch besser – mit dem nötigen Know-how. 

Unser Tipp: Fangen Sie mit der optimalen Satzlänge an. Dazu haben wir Ihnen die wichtigsten Tipps in unserem Beitrag Für Ihren Corporate Blog: Die optimale Satzlänge zusammengestellt. 

Karla-Paulina Kordt

Karla-Paulina Kordt

Mein Name ist Karla Kordt und ich bin beim futureorg Institut als Content-Managerin/Online-Redakteurin vor allem für das Verfassen der Beiträge zuständig.
Beim Schreiben kann ich gut mein Wissen aus meinem Anglistik und Germanistik Studium an der Ruhr-Universität Bochum einbringen. Neben der Uni und Arbeit interessiere ich mich sehr für Literatur, Theater, Filme und Sport.

Kontakt: kordt@futureorg.de

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