YouTube: Die unbekannten Megastars


Wenn Sie Günther Jauch kennen aber mit Majestic Casual nichts anfangen können, lesen Sie unbedingt diesen Beitrag. Er wird Ihnen helfen. (Foto: Gage Skidmare)

Kennen Sie Günther Jauch, Reinhold Beckmann, Markus Lanz, Stefan Raab oder Sandra Maischberger!? Klar kennen Sie sie! Schließlich haben Sie zu Hause einen Fernseher. Dort kommt man an diesen Superstars des deutschen Fernsehens nicht vorbei.

Kennen Sie Philipp Laude, Matthias Roll und Oğuz Yılmaz? Oder Alexander und Dimitri Koslowski? Oder Shirin David und Paola Maria? Nein! Dann sind Sie wahrscheinlich alt und schöpfen den Unterhaltungswert des Internets nicht voll aus. Diese Namen gehören nämlich zu einer überraschend großen Riege von Megastars, die von Jugendlichen und jungen Erwachsenen angehimmelt werden.

Millionen Follower – und trotzdem unbekannt

Wenn Sie Kinder haben sollten, dann schauen Sie fern, während Ihr Nachwuchs auf das Smartphone oder Tablet starrt. Denn diese unbekannten Megastars findet man allen voran auf Youtube und anderen Videoportalen. Dort unterhalten sie ihre Kanäle, die von Millionen verfolgt werden.

Shirin David wird von 1.296.584 Millionen Benutzern gefolgt. Alexander und Dimitri Koslowski aka Die Aussenseiter haben 2.386.369 Abonnenten. Die drei Jungs Philipp Laude, Matthias Roll und Oğuz Yılmaz werden unter dem Namen YTitty von 3.155.819 Menschen gefolgt.

Zum Vergleich RTL zählt auf Youtube gerade mal 26.403 Benutzer, die ihnen folgen. Und 14.598 Benutzer folgen Prosieben. Der öffentlich-rechtliche Sender ARD bringt es immerhin auf ganze 214.420 Abonnenten. Klassische Medien mit einem riesigen Apparat werden von Hobby-Videomachern geschlagen. Das ist auch kein Wunder.

ARD und ZDF? Leitmedien sind andere

Youtube ist vor dem Fernseher das führende Leitmedium für Jugendliche, so das Ergebnis der YOU-Studie 2015. 61,5 Prozent von ihnen sehen Filme und Serien im Internet und 60,9 Prozent im TV. Streaming-Dienste wie Netflix werden stärker genutzt (23,6 Prozent) als die Mediatheken der Fernsehsender (14 Prozent).

Wenn es um Nachrichten geht, steht für Jugendliche die Information über das Fernsehen an erster Stelle (59,1 Prozent). Aber auch hier werden soziale Netzwerke stark genutzt (48,4 Prozent) und haben bereits klassische Medien wie das Radio (38,5 Prozent) und die Zeitung (18,3 Prozent) abgehängt. Jugendliche geben Nachrichten-Apps (19,9 Prozent) den Vorzug gegenüber Printprodukten oder Nachrichtenwebsites (9,7 Prozent).

Und was machen diese unbekannten Megastars? Sie singen, spielen Sketche, nehmen heimlich “pranks” auf, “challengen” sich gegenseitig in unterhaltsamen Wettbewerben oder geben Beauty-Tipps. Es geht aber nicht nur um Unterhaltung. Themen wie Mobbing, Nebenjobs oder Liebeskummer spielen dort eine ebenso wichtige Rolle. Zwischen Unterhaltung und Lebenshilfe bietet das Internet Jugendlichen und jungen Erwachsenen viel mehr als die klassischen Medien.

 

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